Die Zukunft der Hundezucht!

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Gebissstellungen beim Shar Pei

 

Liebe Leser, da es immer wieder Verständnisschwierigkeiten bezüglich der Gebissstellung beim Shar-Pei gibt, hier die von der FCI und dem VDH vorgegebenen Richtlinien. Sie als Käufer können sich die Gebissstellung der Elterntiere zeigen lassen. 

Aus dem Standard:

Kiefer / Zähne : Kräftige Kiefer mit einem einwandfreien Scherengebiss, wobei die Schneidezähne des Oberkiefers die des Unterkiefers ohne Zwischenraum überlappen und senkrecht im Kiefer eingesetzt sind. Die Unterlefze soll nicht so übermäßig gepolstert sein, dass sie den Gebissschluss beeinträchtigt.

AUSSCHLIESSENDE FEHLER :
·      
Plattes Vorgesicht mit stark ausgeprägtem Rückbiss; Vorbiss.
·      
Einheitlich rosarote Zunge.
·      
Unterlefze eingerollt, den Gebissschluss behindernd.
·      
Runde, vorstehende Augen. Entropium, Ektropium.
·      
Hautfalten oder Haare, die die normale Funktion der Augen                 beeinträchtigen.
·      
Stehohren.
·      
Fehlen der Rute; Stummelrute.
·      
Tiefe Hautfalten am Körper (ausser am Widerrist und am Rutenansatz) und an den Gliedmassen.
·      
Keine einheitliche Farbe (Albino, gestromt, Flecken, Tupfen, Schwarz und Loh, Verfärbung in Sattelform).

Beitrag von Herr Josef Pohling, Vorstandsmitglied im VDH verantwortlich für Zucht und Zuchtbuchwesen 

 Der Shar-Pei und seine (Kiefer-) / Gebissstellung

Aufgrund einiger Anrufe, die mich  erreichten und die sich anscheinend wegen der Situation in der Rasse um den Gebissschluss drehten, will ich hier gerne meine Sicht der Dinge darstellen.
Grundsätzlich ist jede Abweichung von dem im Standard vorgegebenen Merkmalen – gefordert wird ein perfektes Scherengebiss - als Fehler anzusehen, der unter funktionalen Gesichtspunkten beim Bewerten gewichtet werden muss. Abgesehen von den Rassen, bei denen der Standard einen Vorbiss (man geht ja immer von der Stellung des Unterkiefers aus) vorschreibt bzw. toleriert, wird bei den meisten Rassen der Vorbiss als Fehler –meist mit Zuchtausschluss – bezeichnet. Etwas anders stellt es sich beim Rückbiss – also verkürztem Unterkiefer – dar. Jedes Verlassen des Scherenschlusses nach hinten fällt in diesen Bereich. Dabei will ich hier nicht die oftmals mit deutlichen Rückbissen verbundenen und mit Schmerzen für den Hund verknüpften Fehlstellungen der Fangzähne betrachten, die ohnehin für eine Bewertungsgraduierung nicht diskutabel  sind. Diskutiert werden kann meines Erachtens nur eine geringfügige Lockerheit im Bereich des Schlusses, wobei ich mit geringfügig auch gering meine und der Begriff einer  „weiten Schere“ nicht mehr bei einem Abstand von 4 – 5 mm verwendet werden darf. Der Sachverhalt mit dem „Unterlippenfüllungsabstand“ muss meines Erachtens sehr vorsichtig ausgelegt werden und kann niemals dazu dienen, dass die „dickste Lippe“ ausgesucht wird, wobei mal die Lippendicke wirklich gemessen werden sollte – ohne jegliche „Wulst“. Der oben genannte Abstand und natürlich erst recht darüber hinaus gehende Maße zählen eindeutig zu dem Begriff Rückbiss und sind als solcher zu bewerten. Sicherlich gibt es noch viel größere Abstände, die aber dann im Interesse des Hundes tiermedizinisch zu betrachten sind. Selbstverständlich sollten auch bei geringen Abweichungen durch z.B „Nachzuchtkontrollen“ und „Zuchtbeobachtungen“ Informationen gesammelt und geeignete Zuchtsteuerungsmaßnahmen ergriffen werden. Allgemein im Hundewesen muss man leider feststellen, dass manchmal eine erlaubte Grenzsituation als normal betrachtet und der Blick für das Ideale leicht verwässert wird. Ganz unabhängig davon, dass ein Hund sicherlich nicht nur aus Gebiss besteht – aber – was würde er ohne ein „funktionales Solches“ tun?
Josef W. Pohling

Das Bild unten zeigt einen Rückbiss mit Caniniengstand.  

Dieser Gebissschluss ist von der Zucht auszuschließen

 
 

 

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